• Portionen4 Portionen als Beilage
  • Vorbereitung30 Min.
  • Kochzeit30 Min.

Zutaten

  • 2 mittlere Melanzani (ca. 750 g)
  • 1 TL Salz (zum Vorsalzen)
  • 4 EL mildes Olivenöl
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Die Melanzani kam über die arabische Welt nach Europa und ist von Sizilien bis Isfahan zu einem der zentralen Gemüse geworden – meist allerdings zerkocht, püriert oder eingelegt. Hier geht es um das Gegenteil: um ganze Stücke mit Biss außen und cremigem Inneren, die für sich stehen.

Zubereitung

  1. Melanzani waschen, Stielansatz abschneiden und mit der Schale in etwa 2,5 cm große Würfel schneiden.
  2. Würfel in einem Sieb mit 1 TL Salz vermengen und 20 bis 30 Minuten stehen lassen. Es tritt sichtbar Wasser aus.
  3. Backrohr auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen (Heißluft 200 °C). Backblech mit Backpapier auslegen.
  4. Melanzaniwürfel mit einem Geschirrtuch gründlich trocken tupfen – sie sollen sich außen nicht mehr feucht anfühlen.
  5. Würfel in einer Schüssel mit 4 EL Olivenöl vermengen, bis alle Seiten glänzen.
  6. Auf dem Blech in einer einzelnen Schicht verteilen, mit etwas Abstand. Nicht mehr salzen.
  7. 25 bis 30 Minuten rösten, nach etwa 18 Minuten einmal mit dem Pfannenwender durchheben.
  8. Aus dem Rohr nehmen, mit Pfeffer und – falls nötig – etwas Salz abschmecken. Gewürze oder Knoblauch jetzt untermischen.

Zur Mengenherleitung: Zwei mittlere Melanzani sind ungefähr 750 g roh, daraus werden nach dem Rösten etwa 450 g, weil viel Wasser verdampft. Das reicht als Beilage für vier oder als Hauptbestandteil für zwei. Der Teelöffel Salz zum Vorsalzen entspricht der üblichen Faustregel von etwa 1 % des Rohgewichts; nach dem Abtupfen bleibt davon so wenig zurück, dass am Ende meist noch nachgesalzen werden muss. Die vier Esslöffel Öl liegen am unteren Rand dessen, was in Ofenrezepten für diese Menge steht (verbreitet sind 4 bis 6) – möglich wird das nur durch das Vorsalzen. Temperatur und Zeit entsprechen dem, was auch für Ofenkartoffeln und Ofengemüse gilt.

Zur Anwendung, weil das Rezept ein Baustein ist und nicht von selbst ein Essen ergibt: Die geröstete Melanzani ist die Grundlage für alles, wofür man sonst eine Auberginen-Reis-Pfanne kochen würde. Reis-Pilav in eine Schüssel, geröstete Melanzani darüber, ein Löffel Joghurt oder Cacık daneben und eine Handvoll Kichererbsen dazu – das ist das Gericht, nur mit besserer Textur und frei wählbarem Eiweißanker. Für sich allein ist die Melanzani proteinarm (unter 2 g pro Portion), sie braucht also immer einen Partner: Joghurt, Topfen, Feta, Kichererbsen oder Tofu. Weitere Verwendungen: auf Hummus mit etwas Zitrone und Petersilie als Vorspeise, unter warme Nudeln mit Paradeiser-Sugo gehoben, kalt in einen Linsensalat, oder als Bestandteil der Mezze-Platte.