• Portionen6 Stück
  • Vorbereitung15 Min.
  • Kochzeit5 Min.

Zutaten

  • 350 g Himbeeren (TK oder frisch)
  • 80 ml Wasser
  • 2 EL Honig oder Ahornsirup
  • 1 TL Zitronensaft

Paletas kommen aus Tocumbo in Michoacán. Familien aus diesem Ort haben im 20. Jahrhundert in ganz Mexiko Eisdielen eröffnet, deshalb heißen die Paleterías bis heute fast überall La Michoacana. Der Unterschied zum industriellen Wassereis ist, dass echte Frucht drin ist und man sie auch sieht.

Zubereitung mit TK-Beeren

  1. Die Himbeeren mit dem Wasser in einen kleinen Topf geben und unter Rühren aufkochen; 2-3 Minuten sprudelnd kochen lassen.
  2. Topf vom Herd nehmen, Honig und Zitronensaft einrühren, bis sich der Honig gelöst hat. Mehr Honig zugeben, wenn es zu sauer ist; mehr Zitronensaft, wenn es flach schmeckt. Ruhig etwas zu süß einstellen, weil Kälte die Süße dämpft.
  3. Mit einem Schaumlöffel einen Teil der Beeren herausheben und beiseitestellen – das sind später die Stücke im Eis (wenn die Beeren zu sehr zerkocht sind, nimm später einfach 100 g frische Mango- oder Pfirsichwürfel). Den Rest mit dem Pürierstab glatt pürieren. Wer keine Kerne mag, streicht das Püree durch ein feines Sieb.
  4. Alles vollständig auskühlen lassen, am schnellsten im kalten Wasserbad. Heiß eingefüllt verformt sich das Plastik der Formen, und die Masse friert langsamer und dadurch gröber.
  5. Die beiseitegestellten Beeren auf die Formen verteilen, das Püree darübergießen und oben etwa einen Zentimeter Platz lassen, weil sich die Masse beim Gefrieren ausdehnt. Die Form ein paarmal auf die Arbeitsfläche klopfen, damit die Luftblasen hochsteigen, dann den Deckel mit den Stielen aufsetzen.
  6. Mindestens fünf Stunden, besser über Nacht, durchfrieren lassen. Wenn du statt Formen Becher verwendest, die Stiele erst nach 60 bis 90 Minuten einstecken, sobald die Masse breiig fest ist und sie von selbst stehen.
  7. Zum Servieren die Form kurz in warmes Wasser tauchen und die Paleta am Stiel herausziehen.

Zubereitung mit frischen Beeren

  1. Den Honig in 50 ml Wasser unter Rühren erwärmen, bis er sich vollständig gelöst hat, und die Lösung beiseitestellen zum Auskühlen. Kalt rührt sich Honig nicht ein und bleibt als Faden am Boden hängen. Bei Ahornsirup entfällt der Schritt, den kannst du direkt verwenden.
  2. Die Himbeeren in ein Sieb legen und kurz und sanft mit kaltem Wasser überbrausen, nicht in einer Schüssel einweichen — sie saugen sich sonst voll und zerfallen. Auf Küchenpapier ausbreiten und gut abtropfen lassen.
  3. Etwa die Hälfte der Beeren halbieren und beiseitestellen, das sind später die Stücke im Eis. Den Rest mit der Honiglösung und dem Zitronensaft pürieren und bei Bedarf durch ein feines Sieb streichen.
  4. Weiter wie bei den Schritten 5.-7. oben verfahren.

Varianten

Paletas kann man nicht nur mit Himbeeren machen, sondern nach Lust und Laune. Dafür musst du nur drei Stellschrauben im Blick behalten. Erstens der Zucker: Er ist nicht nur Süße, sondern senkt den Gefrierpunkt, und unter etwa zehn Prozent der Gesamtmasse wird das Eis hart und splittrig statt beißbar. Süße Früchte wie Mango, Weintraube oder reife Marille bringen von selbst genug mit; saure oder wässrige wie Beeren, Melone und Rhabarber brauchen zwei bis drei Esslöffel Honig auf die Menge dieses Rezepts. Zweitens die Konsistenz: Das Püree soll gießfähig, aber nicht dünn sein, sonst sinken Fruchtstücke ab und das Eis wird grob. Faseriges oder sehr dickes Püree streckst du mit Wasser, dünnes wie Melone oder Zitrus lässt du besser ganz glatt oder gibst einen Löffel Joghurt dazu. Und drittens die Säure: Ein Teelöffel Zitronensaft gehört in fast jede Variante, weil Kälte die Aromen dämpft und Süße ohne Gegenpol im Gefrorenen flach wirkt. Beim Obst selbst ist alles erlaubt, was sich pürieren lässt – klassisch sind Mango, Wassermelone, Ananas, Erdbeere und Kokos, gut funktionieren auch Marille, Pfirsich, Weintraube und Zwetschke. Die einzige Einschränkung ist, dass TK-Beeren vorher aufgekocht werden müssen. Ideen:

  • Mango, kernfrei und ohne Aufkochen: 350 g TK-Mango antauen lassen, die Hälfte in kleine Würfel schneiden, den Rest mit 1 TL Zitronensaft pürieren. Zusätzlicher Zucker ist nicht nötig, weil Mango mit ~14 g pro 100 g selbst genug mitbringt. Die Beeren-Problematik gibt es bei Mango nicht. Für kleine Kinder ist das die einfachste und zuckerärmste Version.
  • Mango-Kokos: 300 g Mango (TK, angetaut, oder frisch), ein Drittel gewürfelt, Rest mit 150 ml Kokosmilch aus der Dose und 1 TL Zitronensaft püriert, 1 EL Kokosraspeln unterrühren.
  • Melone, ebenfalls ohne Aufkochen: 400 g Wassermelone entkernen, pürieren, 1 EL Honig und 1 TL Zitronensaft dazu. Sehr mild und wenig sauer als Himbeere.
  • Pfirsich-Joghurt: 350 g reife Pfirsiche schälen und entsteinen (bei Bedarf 30 sec ins kochende Wasser und abschrecken); ein Drittel klein würfeln, Rest mit 120 g griechischem Joghurt, 1–2 EL Honig und 1 TL Zitronensaft pürieren. Wird weich und mild.
  • Banane-Kakao: 3 sehr reife Bananen (~330 g) mit 150 g Naturjoghurt, 1–2 EL Backkakao, 1 TL Vanilleextrakt und 1 TL Zitronensaft pürieren; 2 EL Kakao sind für ein Kind u.U. zu bitter, lieber erst 1 EL probieren. Die glatte, cremige Variante.

Varianten

Cremig statt fruchtig

Paleta de leche

100 g Naturjoghurt unter das abgekühlte Püree rühren oder Püree und Joghurt abwechselnd in die Form gießen und einmal mit einem Schaschlikspieß durchziehen. Das Fett macht die Paleta weicher und weniger splittrig, und es kommt etwas Protein dazu.