📌 Merksatz

Jeden Tag bewegen, Sport machen · auf Gewicht achten (nach Therapie abnehmen) · normal essen mit viel Gemüse und Hülsenfrüchten (auch Soja) · gut schlafen · keine zuckerhaltigen Getränke oder Alkohol


Das Wichtigste

Jeden Tag bewegen. Studien zeigen: mehr Sport → schnellere Heilung und weniger Rückfallrisiko.

  • Regelmäßigkeit ist wichtiger als Intensität. An schlechten Tagen reichen 20–30 Minuten spazieren gehen. Bewegung hilft außerdem gegen die Müdigkeit.
  • Die Therapie belastet Herz und Knochengesundheit ⟹ Herz-Kreislauf-Fitness (leichtes Ausdauertraining) und Bewegung mit Belastung (leichtes Krafttraining) sind wichtig.

Auf Gewicht achten. Studien zeigen: Übergewicht → mehr Erkrankungen; Gewichtsabnahme → gut für Stoffwechsel, weniger Entzündungsprozesse.

  • Während der Chemo Gewicht halten (nicht zunehmen).
  • Nach der Therapie – abnehmen (Ziel: BMI < 25).
  • Gute Option: Ernährungsberatung – die Adressen stehen unter Quellen.

Ausgewogene Ernährung.

  • Echtes Essen, keine Pulver/Nahrungsergänzungsmittel. Details: Lebensmittel-Übersicht.
  • Während der Chemo gut und eiweißreich essen (Hülsenfrüchte, Joghurt, Eier, Fisch/Fleisch) – für Kraft und Immunsystem.
  • Genug trinken: 1,5–2 l an normalen Tagen, mehr (2,5–3 l) an Chemo-Tagen und 1–2 Tage danach.
  • Auf ausreichend Kalzium achten (z.B. kalziumreiches Mineralwasser, Milchprodukte, Brokkoli) – siehe Warenkunde Calcium.
  • Meiden: verarbeitetes Fleisch (Salami, Schinken, Würstchen etc.), Butter (stattdessen Olivenöl als Standard), Süßigkeiten, zuckerhaltige Getränke (Limonaden, Softdrinks, Eistee, Energydrinks, Fruchtsäfte, Sirup-Getränke), Alkohol.

Genug schlafen.

  • Feste Zeiten, spät abends nichts mehr essen. Bei Schlafproblemen nach „Schlaftherapie (CBT-I)” fragen.
  • Täglich raus ans Tageslicht, am besten gleich nach dem Aufwachen. Gut für Rhythmus, Stimmung und Schlaf.
  • Stress senken: ein einfaches Achtsamkeits-/Meditationsprogramm (z. B. MBSR). Hilft gegen Angst und Erschöpfung.

Nicht alles allein tragen. Kontakte halten, Hilfsangebote nutzen.


Während der Chemo

  • Bei Fieber im KH anrufen (AKH Notfallambulanz, AKH Leitstelle 8C, AKH Klin. Abteilung für Onkologie, AKH Onkologische Ambulanz). Ab 38 °C die Onkologie/Ambulanz anrufen. Kein Paracetamol o. Ä. zur Selbstbehandlung, bevor du angerufen hast (es verschleiert das Fieber). Ebenso bei Schüttelfrost, Atemnot oder plötzlich starkem Krankheitsgefühl.
  • Infekte vermeiden. In den Tagen mit niedrigen Blutwerten: oft Hände waschen, große Menschenmengen und kranke Personen meiden.
  • Lebensmittelsicherheit. Der Körper hat weniger weiße Blutzellen und kann Infektionen schlechter abwehren. Deswegen: Nichts Rohes vom Tier (z.B. Sushi, weiche Eier), nur Pasteurisiertes, keine Grapefruit-Verwandtschaft – siehe Regeln, in Kurzform hier.
  • Mundpflege. Weiche Zahnbürste, mehrmals täglich mit Salz-/Natronwasser spülen (beugt wunden Stellen vor). Wenn der Mund tatsächlich wund wird: Wunder Mund.
  • Essen an schlechten Tagen. Wichtig ist, dass du überhaupt isst. Lieber mehrere kleine Portionen mit genug Protein (Hülsenfrüchte, etc.). Gewicht halten, jetzt nicht abnehmen. Details: Schonkost.
  • Bei Übelkeit: Ingwer – als Tee, frisch oder kandiert (zusätzlich zu den Medikamenten gegen Übelkeit, nicht statt ihnen).
  • Sonnenschutz. Die Haut ist jetzt empfindlicher. Morgenlicht ja, aber Sonnenbrand vermeiden (LSF 50).

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Quellen

Die allgemeinen Empfehlungen stützen sich auf die Standardquellen. Speziell für diese Seite:

Für Details zu Lebensmitteln siehe Ernährung bei Brustkrebs.

Gutes Essen unterstützt die Behandlung – es ersetzt sie nicht. Bei Fragen zu Ernährung und Medikamenten im Zweifel beim Arzt oder in der Apotheke nachfragen.