Quellen
Die Empfehlungen in diesem Kochbuch basieren darauf, was große, unabhängige Institutionen empfehlen. Sie sind auf dieser Seite aufgelistet.
Warum wir diesen Quellen trauen und wie man gute von schlechten Informationen unterscheidet, ist hier erklärt: Woher wir wissen, was gesund ist.
Weiterhin gilt: Fragen zu deinen Medikamenten beantwortet die Apotheke, alles Medizinische das Behandlungsteam. Keine Webseite ersetzt das, auch keine dieser Institutionen.
Die Standardquellen
Krebsinformationsdienst des DKFZ — der Ausgangspunkt für fast alles hier: vom Deutschen Krebsforschungszentrum, auf Deutsch, für Patientinnen geschrieben statt für Fachleute, mit kostenlosem Telefondienst. Die erste Adresse, wenn eine Frage auftaucht. Eigene Seiten zu Nahrungsergänzungsmitteln und zur Anämie bei Krebs.
World Cancer Research Fund / AICR — die maßgebliche Auswertung zu Ernährung und Krebs, und die Grundlage der meisten Zahlen auf diesen Seiten. Der WCRF fasst alle verfügbaren Studien zusammen und stuft ein, wie sicher ein Zusammenhang ist — die Vorsicht, die einzelne Studien nicht haben. Englisch. Dort die Belege zu jeder Empfehlung und Rezepte des AICR.
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) — für die allgemeine Frage „wie sieht gutes Essen aus”, unabhängig von Krebs: Ernährungskreis und Referenzwerte einzelner Nährstoffe. Der Krebsinformationsdienst hält fest, dass sich beides von den Empfehlungen zur Krebsprävention nicht unterscheidet.
American Cancer Society — die Ernährungsleitlinie für Krebsüberlebende (Rock et al. 2022). Sie deckt die Zeit nach der aktiven Therapie ab, die sonst überall zu kurz kommt.
AGES (die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) und das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung — zuständig für Lebensmittelsicherheit; das BfR ist bei den Hygieneregeln während der Therapie die ausführlichere Adresse.
EFSA — Nährstoff-Referenzwerte auf EU-Ebene.
Harvard Nutrition Source — von dort kommt der Healthy Eating Plate (und die Healthy Eating Pyramid), das Vorbild für den Tagesteller im Baukasten. Gut lesbar, aber eine Universität und keine Behörde: Bei Widerspruch zu WCRF oder DGE haben die beiden Vorrang.
Speziell zu Brustkrebs
Die Quellen oben decken Ernährung und Krebs allgemein ab. Diese drei sind auf Brustkrebs zugeschnitten:
Patientinnenleitlinie Brustkrebs — die deutsche Leitlinie in einer Fassung für Betroffene, von Deutscher Krebsgesellschaft, Deutscher Krebshilfe und AWMF. Kostenlos als PDF, in zwei Ausgaben (frühes Stadium und metastasiert). Formal die höchste Stufe, die es hier gibt — Ernährung ist darin allerdings ein Randthema.
breastcancer.org — gemeinnützig, US-amerikanisch, deckt den Alltag mit der Erkrankung ab. Von hier stammen die Belege zu Soja und Grüntee auf der Ernährungsseite. Englisch.
Breast Cancer Research Foundation — eine Stiftung, die Brustkrebsforschung finanziert, mit einer gut lesbaren Übersicht. Sie sammelt allerdings Spenden, und ihre Zahlen zur Vermeidbarkeit sind etwas gewagt. Als Überblick brauchbar, im Detail ist der WCRF verlässlicher.
Ă–sterreichisches
Weil das Kochbuch in Wien entsteht, sind die österreichischen Fassungen oft die praktischeren:
- gesundheit.gv.at — Ernährungspyramide und gesunder Teller, dazu ein Saisonkalender
- Sozialministerium – Der gesunde und nachhaltige Teller, dazu die Broschüre mit Alltagsrezepten
- Diätologische Beratung: MedUni Wien / Radioonkologie und die ÖGK (hier und hier)
Nährwerttabellen
Die Gramm- und Milligramm-Angaben in den Warenkunde-Artikeln (Calcium, Eisen) stammen aus diesen Datenbanken. Sie sind Richtwerte: Sorte, Boden, Reifegrad und Zubereitung verschieben jede Zahl.
- Bundeslebensmittelschlüssel (BLS 4.0) — die deutsche nationale Nährstoffdatenbank
- USDA FoodData Central
- Souci-Fachmann-Kraut, „Die Zusammensetzung der Lebensmittel” — das deutschsprachige Standardwerk
Was gute von schlechten Quellen unterscheidet
Kurzfassung der ausfĂĽhrlichen Seite:
Gute Quellen geben Unsicherheit zu, berufen sich auf viele Studien statt auf eine, sagen dazu, fĂĽr wen etwas gilt, und verkaufen nichts.
Warnzeichen: das eine ist Gift, und das andere ein Wundermittel; „die Ärzte verschweigen das”; die Wörter „entgiften” und „übersäuert”; absolute Verbote ohne Ausnahme; eine persönliche Geschichte als Hauptbeweis. Wenn du sowas liest oder hörst: das ist ein red flag, und du solltest dieser Quelle nicht vertrauen.
Gutes Essen unterstützt die Behandlung – es ersetzt sie nicht. Bei Fragen zu Ernährung und Medikamenten im Zweifel beim Arzt oder in der Apotheke nachfragen.