Lebensmittel auf einen Blick
Kurzfassung zur ausführlichen Ernährungsseite. Wichtig zum Lesen: Die Tabu-Regeln sind Sicherheitsfragen und nicht verhandelbar – anderer Charakter als das „Meiden” ganz unten, wo es nur um Häufigkeit geht. Alles zwischen den Polen ist Ernährungsqualität, kein Muss.
† = an Durchfall-Tagen ungeeignet → dann Schonkost.
Tabu (Sicherheit)
Gilt während der gesamten aktiven Therapie. NICHT ESSEN / EINNEHMEN:
- Grapefruit, Pomelo, Bitterorange, Limette – Medikamenten-Wechselwirkung (CYP3A4)
- Alkohol
- Rohes vom Tier: roher Fisch/Sushi, rohes Ei, blutiges Fleisch, offener Theken-Aufschnitt
- Rohes/unpasteurisiertes Fermentiertes, rohe Sprossen, ungekochte Tiefkühlbeeren
- Nahrungsergänzung auf eigene Faust (Extrakte, Kapseln, hochdosierte Antioxidantien, Johanniskraut); manche können die Therapie stören. Die einzigen Ausnahmen sind ein D3-K2 Präparat und ein Omega-3-Präparat, aber nur in Absprache mit dem Arzt.
Auf jeden Fall
Aktiv einplanen – hier gibt es echte Verlaufsdaten oder starke Evidenz.
- Eiweiß reichlich, v. a. pflanzlich: Hülsenfrüchte† (Bohnen, Linsen), dazu Fisch und Eier
- Soja: Tofu, Sojadrink, Edamame, Tempeh
- Fermentierte Milchprodukte: Skyr, Topfen, Joghurt, Kefir, etwas Käse
- Nüsse (z.B. Walnüsse) & Nussmus – kaloriendicht, gut an appetitlosen Tagen
- Fetter Fisch: Lachs, Makrele, Hering, Sardine (durchgegart)
- Natives Olivenöl als Standardfett
- Heidelbeeren
- Geschroteter Leinsamen (1–2 EL, mit Flüssigkeit)
- Vollkorn & Ballaststoffe†
- Grüner Tee
Gerne im Alltag
Gesunde Basis, frei essen – ohne spezifisches Krebs-Signal, aber wertvoll.
- Buntes Gemüse, reichlich
- Übriges Obst & Beeren
- Kreuzblütler†: Brokkoli, Karfiol, Kraut, Grünkohl
- Pilze, Tomaten, Karotten
- Knoblauch & Zwiebel – Geschmack, hilft Salz sparen
- Frische Kräuter
- Gewürze in normalen Mengen (z.B. Ingwer gegen Übelkeit)
- Kaffee, Wasser (mit Zitrone, Gurke, Minze oder einem Schuss Apfelessig, was schmeckt)
- Ungesüßte Tees, z.B. Ingwer-, Pfefferminz-, Kamillentee
- Huhn & mageres Geflügel (durchgegart) – gute Eiweißquelle, aber ohne speziellen Bonus (ohne den Extra-Nutzen von Gemüse)
In Ordnung (in Maßen)
Verbrauch reduzieren; lieber nicht täglich und nicht zu viel.
- Allgemein: Fett, Zucker und Salz reduzieren
- Süßes, Kuchen, Gebäck
- Stark Gesalzenes
- Rotes Fleisch (Rind, Lamm, Schwein) – max. 350–500 g pro Woche
Meiden / stark reduzieren
Fürs langfristige Rückfallrisiko – keine akute Sicherheitsfrage.
- Verarbeitetes Fleisch: Wurst, Speck, Salami
- Zuckergesüßte Getränke; Light-Produkte sind kein Ersatz (besser: Wasser/ungesüßt)
- Ultra-verarbeitete Fertigprodukte
Quellen
Diese Seite ist die Kurzfassung der Ernährungsseite und stützt sich auf dieselben Standardquellen — vor allem auf den Krebsinformationsdienst des DKFZ, den WCRF/AICR und die DGE.
Gutes Essen unterstützt die Behandlung – es ersetzt sie nicht. Bei Fragen zu Ernährung und Medikamenten im Zweifel beim Arzt oder in der Apotheke nachfragen.