Rote-Bohnen-Suppe & Anko – ein Azuki-Basisrezept
Zutaten
- 250 g getrocknete Azukibohnen
- Wasser (reichlich, zum Kochen)
- Zucker nach Geschmack (Richtwert 100–125 g; siehe Notizen)
- 1 Prise Salz
Die Azukibohne wird in Ostasien seit Jahrtausenden kultiviert. Ihre gezuckerte Form ist die wohl wichtigste süße Grundzutat der Region: wahrscheinlich in China (hóngdòushā) entstanden, als Anko wichtiger Teil der japanischen Süßwarenkunst (Wagashi), und in Korea als Pat (etwa in der Suppe Patjuk) verbreitet. Die warme Suppenform (in Japan Oshiruko bzw. Zenzai) ist überall ein winterliches Wohlfühlessen.
Zubereitung
- Bohnen verlesen und abspülen. (Einweichen über Nacht verkürzt die Kochzeit, nötig ist es bei Azuki aber nicht.)
- Entbittern (Shibukiri): Bohnen mit reichlich Wasser aufkochen, 2–3 Minuten sprudelnd kochen, dann das Wasser komplett abgießen. Das nimmt die Gerbstoffe und die leichte Bitterkeit. Wer’s genau nimmt, macht diesen Schritt zweimal.
- Mit frischem Wasser aufsetzen, sodass die Bohnen gut bedeckt sind, und sanft köcheln, bis sie richtig weich sind und sich zwischen zwei Fingern zerdrücken lassen – etwa 1 bis 1,5 Stunden. Zwischendurch heißes Wasser nachgießen, damit sie immer bedeckt bleiben. Erst wenn die Bohnen weich sind, geht’s weiter – Zucker und Salz kommen noch nicht dazu.
- Jetzt die Gabelung:
- Suppe: mit so viel Wasser aufgießen, dass es suppig wird, Zucker nach Geschmack und eine Prise Salz einrühren, noch 5 Minuten ziehen lassen. Die Bohnen bleiben ganz. Warm servieren.
- Anko: überschüssiges Wasser abgießen bzw. einkochen. Zucker in 2–3 Portionen einrühren und bei mittlerer Hitze unter Rühren eindicken, dabei die Bohnen mit Löffel oder Stampfer zerdrücken. Fertig ist es, wenn die Masse dick ist und beim Rühren kurz den Topfboden freigibt. Prise Salz zum Schluss. Beim Abkühlen wird sie noch fester.