Kürbiscremesuppe mit Ingwer
Zutaten
- 1 Hokkaido-Kürbis (ca. 1 kg)
- 1 Zwiebel
- 1-2 Knoblauchzehen (optional)
- 1 walnussgroßes Stück Ingwer (ca. 15 g)
- 2 EL Olivenöl
- 600 ml Gemüsesuppe
- 1 Packung Seidentofu (ca. 400 g)
- Salz, Pfeffer
- 1 Prise Muskatnuss
Zum Anrichten
- 3 EL Kürbiskerne
- 8 EL Skyr (ca. 160 g), kalt
- ein paar Tropfen Kürbiskernöl (optional)
In der Steiermark wird Kürbis vor allem wegen der Kerne angebaut: Der steirische Ölkürbis hat schalenlose Kerne, aus denen das Kernöl gepresst wird, sein wässriges Fruchtfleisch ist für die Küche kaum zu gebrauchen. Für die Suppe nimmt man deshalb einen Speisekürbis wie den Hokkaido, und das Kernöl kommt zum Schluss als steirischer Gruß obendrauf.
Zubereitung
- Die Kürbiskerne in einem großen, trockenen Topf bei mittlerer Hitze rösten, bis sie duften und zu springen beginnen. Sofort auf einen Teller schütten.
- Den Kürbis waschen, halbieren und Kerne und Fasern mit einem Löffel herauskratzen. Mit Schale in etwa 3 cm große Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen, die Zwiebel würfeln und den Knoblauch fein hacken. Den Ingwer schälen (geht am leichtesten mit einem Teelöffel) und fein reiben.
- Das Olivenöl im Topf erhitzen und die Zwiebel bei mittlerer Hitze 4–5 Minuten glasig dünsten. Knoblauch und Ingwer dazugeben und eine halbe Minute mitdünsten.
- Die Kürbisstücke dazugeben, 2 Minuten mitdünsten und mit der Gemüsesuppe aufgießen. Der Kürbis schaut dabei noch aus der Flüssigkeit heraus, das ist richtig. Zugedeckt 15–20 Minuten köcheln lassen, bis sich auch die Schale mit einer Gabel leicht zerdrücken lässt.
- Den Seidentofu abtropfen lassen, in groben Stücken dazugeben und 2–3 Minuten mitköcheln.
- Den Topf vom Herd nehmen und alles mit dem Stabmixer 2–3 Minuten sehr fein pürieren, bis die Suppe glatt ist und keine Schalenpünktchen mehr zu sehen sind. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
- In Teller füllen, je zwei Löffel kalten Skyr in die Mitte setzen, mit den gerösteten Kürbiskernen bestreuen und nach Belieben ein paar Tropfen Kürbiskernöl darüberträufeln.
Varianten
An Tagen mit wundem Mund
Klassisch mild
Ingwer, Pfeffer und die Kerne weglassen und die Suppe lauwarm essen. Übrig bleibt eine klassische, milde Kürbissuppe, die mit Muskat und einem Löffel Skyr immer noch sehr gut schmeckt.
Auf deutsche Art
Mit Karotten, Erdapfel und Apfel
In Deutschland ist eine andere Familie von Kürbissuppen verbreitet: Dort kommen Karotten, Erdäpfel und manchmal Apfel dazu, und am Ende Sahne oder Schmand (z.B. chefkoch.de, chefkoch.de). Das ergibt eine mildere, süßere und sättigendere Suppe; in der österreichische Variante kommt dafür der nussige, an Maroni erinnernder Geschmack des Kürbisses besser zur Geltung.
Statt 1 kg Kürbis nur etwa 700 g nehmen und dafür 3 Karotten (ca. 300 g) in dünnen Scheiben, 2-3 mehlige Erdäpfel (ca. 300-400 g) und ½ säuerlichen Apfel, beides geschält und gewürfelt, in Schritt 4 mit dem Kürbis dazugeben. Mit 250–300 ml Gemüsesuppe mehr aufgießen, weil die Erdäpfel Flüssigkeit aufnehmen, und genauso lange köcheln; in dünnen Scheiben werden die Karotten in derselben Zeit weich. Den Ingwer kannst du halbieren, der Apfel bringt schon Frische. Klassisch kommt zum Schluss Sahne oder Schmand in den Topf; wir nehmen stattdessen einen Löffel saure Sahne oder Skyr am Teller.
Deine Notizen
Diese Tipps werden gelesen und unter Umständen ins Rezept übernommen.