Zutaten
2 cm frischer Ingwer
500 ml Sojadrink, ungesĂĽĂźt (calciumangereichert)
1 Zimtstange (oder ½ TL gemahlener Zimt)
2 Kardamomkapseln
½ TL Kurkuma (gemahlen oder Knolle)
1 Prise Salz
1 Prise schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen (optional)
1 TL Mandelmus (oder 1 TL Kokosöl)
1–2 TL Ahornsirup, nach Geschmack
Zubereitung
Ingwer schälen und fein reiben. Kardamomkapseln mit der flachen Messerseite andrücken, bis die Schale aufspringt.
Sojadrink mit Ingwer, Zimtstange, Kardamom, Kurkuma und Salz in einen kleinen Topf geben. Bei mittlerer Hitze bis knapp unter den Siedepunkt bringen – es soll dampfen, aber nicht sprudeln.
Hitze auf die kleinste Stufe reduzieren und 8–10 Minuten ziehen lassen. Gelegentlich umrühren, damit sich am Boden nichts absetzt.
Durch ein feines Sieb in eine Kanne oder direkt in die Tassen gieĂźen. Ingwerfasern, Zimtstange und Kardamomschalen bleiben zurĂĽck.
Mandelmus mit ein paar Löffeln der heißen Flüssigkeit glattrühren, dann zurück in die Kanne geben und mit dem Schneebesen kräftig aufschlagen, bis eine leichte Schaumkrone entsteht.
Mit Ahornsirup abschmecken, nach Wunsch frisch pfeffern und heiĂź servieren.
Notizen
Sojadrink nie sprudelnd kochen – er setzt an und flockt.
Du kannst eine frische Kurkuma-Knolle statt Pulver nehmen (schmeckt heller und weniger bitter, mit einer leicht harzigen Note). Ca. 1-1,5 cm dünn schälen (die Haut lässt sich wie beim Ingwer mit der Kante eines Teelöffels abschaben) und fein reiben. Sie zieht dann gemeinsam mit dem Ingwer mit und bleibt beim Abseihen im Sieb zurück.
Frische Kurkuma färbt noch hartnäckiger als Pulver: Hände, Holzbretter und Kunststoff nehmen die Farbe dauerhaft an, hier lohnen sich Handschuhe und ein Brett, das ein paar Flecken verträgt.
Die Kurkumamenge ist bewusst niedrig gehalten. Tragend sind hier Ingwer, Zimt und Kardamom – Kurkuma gibt Farbe und eine erdige Grundnote, die den warmen Gewürzen Boden gibt. Wer es erdiger und intensiver gelb mag, geht auf 1 TL; wer es milder mag, nimmt weniger.
Eine Prise frisch gemahlener Pfeffer passt geschmacklich gut. In Experimenten verbessert das Piperin im Pfeffer die Curcumin-Aufnahme, indem es Abbauwege in Leber und Darm hemmt; allerdings geht es dabei um viel höhere Konzentrationen. Konzentrierte Curcumin-Präparate mit Piperin-Zusatz sind kritisch zu sehen, weil sie die Wirksamkeit von Medikamenten beeinträchtigen können und keine erwiesenen gesundheitlichen Vorteile bringen.
Das Mandelmus ist schlicht für Geschmack: Fett trägt die ätherischen Öle der Gewürze und gibt dem Getränk Körper. Kokosöl funktioniert genauso, hat aber mehr Eigengeschmack.
Aufschäumen geht mit dem Stabmixer genauso gut und sogar schneller als mit dem Schneebesen.
Das Getränk lässt sich gut anpassen: mit weniger Ingwer und ohne Mandelmus wird es milder (an empfindlichen Tagen), mit einer zusätzlichen Scheibe Ingwer und etwas mehr Zimt wird es kräftiger. Bei wundem Mund oder Schluckbeschwerden lauwarm statt heiß trinken und Ingwer und Pfeffer ganz weglassen – dann tragen Zimt, Kardamom und Kurkuma allein, und die bleiben mild (siehe Wunder Mund & empfindliche Schleimhaut ). Statt Ahornsirup passt auch Ingwersirup , der die Ingwernote verstärkt.
Bei losem Kurkumapulver lohnt sich der Griff zu einer verlässlichen Quelle (z.B. Denns oder Sonnentor) – bei Billigware sind Streckung und Verfälschung möglich.
Ein gesundheitlicher Nutzen ist von diesem Getränk nicht zu erwarten; die Studienlage zu Curcumin beruht überwiegend auf Zell- und Tierversuchen, und die Mengen dort liegen um ein Vielfaches über dem, was in einer Tasse landet. Es ist ein warmes, würziges, leckeres Getränk – das genügt.