Zutaten
12 g loser Grüntee, z. B. Sencha (ca. 2 gehäufte EL)
100 ml kochendes Wasser
900 ml kaltes Wasser
Minze oder Zitrone (optional)
Zubereitung
Teeblätter in eine große Kanne oder ein Bügelglas geben und mit dem kochenden Wasser übergießen. Nur etwa 1 Minute ziehen lassen – länger macht ihn bitter.
Sofort mit dem kalten Wasser auffüllen, verschließen und 4–6 Stunden in den Kühlschrank stellen.
Durch ein feines Sieb abseihen und kalt servieren.
Notizen
Der kurze heiße Erstaufguss hat zwei Aufgaben: Er macht die getrockneten Blätter hygienisch unbedenklich für den Kaltauszug – wichtig an Tagen mit geschwächtem Immunsystem – und weckt das Aroma. Entscheidend ist, danach schnell kalt aufzufüllen, denn die Bitterstoffe lösen sich vor allem bei Hitze. Beim kalten Ziehen kommt stattdessen ein mild-süßlicher, fast grasig-frischer Geschmack heraus, der mit heiß aufgebrühtem Grüntee wenig zu tun hat. Wer Grüntee bitter in Erinnerung hat, sollte ihm in dieser Form noch eine Chance geben.
Minze und Zitrone passen beide dazu, aber besser einzeln als zusammen: Grüntee ist geschmacklich zart, und beides in voller Menge übertönt die milde Süße, die den Kaltauszug ausmacht. Ein paar angedrückte Minzezweige gibt man mit den Blättern in die Kanne. Zitrone dagegen erst ins fertige Glas – so bleibt der Rest der Kanne neutral und man dosiert nach Tagesform. Gerade wenn durch die Therapie vieles metallisch oder fad schmeckt, kann ein Spritzer Zitrone einen faden Tee überhaupt erst trinkbar machen.
Grüntee enthält auch kalt gezogen Koffein, wenn auch etwas weniger als heiß aufgebrüht – am Nachmittag und Abend also besser nicht zu viel davon. Als normales Getränk in üblichen Mengen ist Grüntee während der Therapie unbedenklich; hochdosierte Grüntee-Extrakte in Kapselform sind dagegen eine andere Sache und bleiben tabu.
Hält abgeseiht im Kühlschrank etwa 2 Tage. Die Blätter geben beim zweiten Aufguss noch ein brauchbares, milderes Ergebnis – einfach nochmal kalt aufgießen.