Zutaten
2 Eier
120 ml Milch oder ungesĂĽĂźter Sojadrink
1 Prise Salz
½ TL Zimt (optional)
etwas Vanille oder 1 TL Vanillezucker (optional)
4 Scheiben Vollkornbrot (gern altes/trockenes)
etwas Rapsöl für die Pfanne (oder ein kleines Stück Butter)
Zum Servieren: 1 Handvoll Beeren, 2–3 EL Skyr oder Topfen
Zubereitung
Eier, Milch, Salz und – falls verwendet – Zimt und Vanille in einem flachen Teller oder einer breiten Schüssel verquirlen.
Die Brotscheiben einlegen und beidseitig durchziehen lassen. Frisches Brot kurz, trockenes oder Vollkornbrot etwas länger – die Oberfläche soll feucht, der Kern aber noch fest sein.
Eine Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen und dünn mit Öl oder Butter auswischen.
Die Scheiben hineinlegen und pro Seite etwa 2–3 Minuten goldbraun backen.
Mit Beeren und einem Klecks Skyr oder Topfen servieren.
Notizen
Das Gericht ist uralt und in vielen Küchen zu Hause; im deutschsprachigen Raum heißt es traditionell „Arme Ritter”, in Österreich kennt man auch die meist gefüllten Pofesen . Es ist das klassische Resteverwertungs-Gericht für trockenes Brot.
Dabei tränkt man das Brot in einer Ei-Milch-Masse. Das Grundverhältnis ist etwa 1 Ei je 60 ml Milch. Dasselbe Prinzip – Brot in gewürzter Eiermilch ziehen lassen und stocken – steckt auch hinter dem Scheiterhaufen oder einer herzhaften Strata . Wer es einmal verstanden hat, braucht dafür kein Rezept mehr.
Trockeneres Brot saugt die Masse besser auf, ohne zu zerfallen. Ist das Brot ganz frisch, lässt du es kurz an der Luft antrocknen oder toastest es leicht an. Vollkornbrot funktioniert gut, braucht aber etwas länger zum Durchziehen – nur nicht zu lange, sonst wird es matschig. Ein paar Sekunden pro Seite reichen, bis die Oberfläche feucht, der Kern aber noch fest ist.
Damit es nicht ins Dessert kippt: Vollkornbrot als Basis und ein Klecks Skyr oder Topfen mit Beeren statt Sirup als Standard. So bleibt das Baukasten-Profil intakt – Ei als Protein, Brot als Ballaststoff-Kohlenhydrat, Beeren als Obst. Süßen kannst du danach immer noch nach Geschmack.
Es geht auch herzhaft: Zimt und Vanille weglassen, dafür Salz und Pfeffer in die Eiermasse, und statt Beeren etwas Tomate oder einen Klecks Skyr-Dip dazu. Das ist ein guter Weg, um Brotreste sättigend zu verwerten.
Rapsöl ist bei süßen Pfannengerichten neutraler als Olivenöl und stört das Aroma nicht; mildes Olivenöl passt auch gut, natives Olivenöl extra wäre dagegen zu kräftig. Für die herzhafte Variante passt mildes Olivenöl am besten.
Für appetitarme Tage weniger ansetzen: 1 Ei, ein guter Schluck Milch, ein bis zwei Scheiben Brot – in wenigen Minuten fertig, und an solchen Tagen darf der Genuss vor der „richtigen” Tellerverteilung stehen.